Äpfel

Reif für die Apfelernte!

Wer hätte das gedacht: Äpfel stecken voller Überraschungen. Sie enthalten nicht nur über 30 Vitamine und Spurenelemente, sondern auch zahlreiche Mineral- und Nährstoffe. Nebenbei sind sie auch noch gut zu Zähnen und Darm und liefern dank Trauben- und Fruchtzucker jede Menge Energie. 

Zu jeder Jahreszeit erhältlich:

  • Sommeräpfel: Erstere reifen im Juli/August und eignen sich nicht zum Lagern. Zu ihnen gehören zum Beispiel der Klar- oder Augustapfel, James Grieve und Gravensteiner.
  • Herbstäpfel: Nach der Saisoneröffnung für Äpfel lassen sich ab September bis Anfang November die klassischen Herbstäpfel genießen. Bei ihnen, beispielsweise der Renette oder Alkmene, fallen Pflück- und Genussreife zusammen, d. h., man muss sie nicht mehr ausreifen lassen und kann sie gleich essen oder verarbeiten.
  • Winteräpfel: Auch Winteräpfel wie Boskop, Bohnapfel oder Boikenapfel werden im Herbst geerntet, doch sind sie noch nicht gleich genussreif. Erst nach ein paar Wochen Lagerung sind sie ausgereift und schmecken vollaromatisch. Zwar lassen sich jederzeit auch Elstar, Braeburn, Idared und andere kaufen, doch handelt es sich hierbei um spezielle Züchtungen oder Importe.

Typisches Aroma

Die regionalen Sorten, die man meist auf den regionalen Märkten oder Hofläden findet, weisen dagegen je nach Herkunft ein typisches Aroma aus, das auch der Laie leicht erschmeckt. So schmeckt ein Aargauer Jägerapfel vom Hochrhein völlig anders als etwa nordschleswige Gravensteiner oder der Rote Triersche Weinapfel. In Deutschland werden am häufigsten Golden Delicious, Jonagold, Elstar, Cox Orange, Boskop, Rubinette, Gala und Braeburn gekauft.

Boskop besitzen eine raue, matte Schale, meist dunkelrot oder trüb orange gefärbt. Gepflückt werden die großen Früchte ab Ende September und sind von Dezember bis April genießbar. Das saftige Fruchtfleisch wird mit der Zeit mürbe. Boskop schmecken herbsäuerlich und intensiv fruchtig, daher sind sie vor allem zum Backen und Kochen geeignet. Golden Delicious weisen dagegen nur eine leichte Säure auf und haben ein saftig-süßes Aroma. Das weiß-gelbliche, knackige Fruchtfleisch wird später weich. Der grün-gelbe Apfel ist von Mitte September bis Mitte Oktober pflückreif und bleibt bis in den Mai genussreif.

Um Kreuzungen mit Golden Delicious handelt es sich bei Elstar, Gala, Jonagold und Rubinette. Erstere zeichnen sich durch ihren intensiv aromatischen Geschmack mit einem ausgewogenen Zucker-Säure Verhältnis aus. Die dünne Schale der kleinen bis mittelgroßen Früchte ist gelb mit hellroter Deckfarbe. Auch Elstar kann man bis Mai genießen, während Rubinette erst im Oktober geerntet werden und die Genussreife nur bis Januar währt. Die runde bis kegelförmige Rubinette besitzt eine gelbe Schale, die leicht verwaschen bis leuchtend rot gestreift ist. Der Stiel ist auffällig lang. Ihr gelbliches, saftiges Fruchtfleisch schmeckt ausgewogen und gehaltvoll.

Inhaltsstoffe von Äpfeln 

Äpfel sind wahre Gesundheitsknaller, nicht umsonst behält der Spruch „An apple a day keeps the doctor away“, zu Deutsch: „Ein Apfel am Tag – Arzt gespart!“, seit Jahrhunderten Gültigkeit. Kalium und Eisen sind dabei nur zwei der zahlreichen Nährstoffe.

Außerdem enthalten Äpfel auch den Wirkstoff Pektin, das den Cholesterinspiegel senkt, Schadstoffe bindet und wieder ausschwemmt. Ebenfalls vorhanden sind Provitamin A sowie die Vitamine B1, B2, B6, E und C.

Aber Achtung: Bis zu 70 Prozent der Vitamine befinden sich in der Apfelschale oder direkt darunter. Wer Äpfel also schält, verliert auch Vitamine. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie Äpfel vor dem Verzehr immer abwaschen, um Rückstände aus der Schädlings- und Krankheitsbekämpfung zu beseitigen.

Lagerung von Äpfeln 

Äpfel verändern sich nach der Ernte: Sie reifen nach und altern, was Auswirkungen auf Aussehen und Geschmack hat.

Diesen biologischen Prozess kann man zwar nicht verhindern, wohl aber durch die richtige Lagerung der Äpfel hinauszögern. 

Hier ein paar hilfreiche Tipps für die richtige Aufbewahrung:
Bei niedrigen Temperaturen lagern, optimal sind 4 °C.

Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie dunkle Keller oder ein kühler Dachboden eignen sich gut als Lagerungsort. Sorgen Sie jedoch für ausreichend Durchlüftung!

Legen Sie die Früchte neben-, nicht aufeinander - sie sollten sich nicht berühren.

Früchte mit Druckstellen, Fraßspuren von Insekten, braunen oder schimmligen Stellen müssen aussortiert werden.

Oft fehlen im Haushalt die idealen Lagerbedingungen. Eine Alternative bieten wiederverschließbare Folienbeutel aus Polyethylen (PET), die das Austrocknen der Äpfel verhindern. Wenn Sie Äpfel zum baldigen Verzehr in eine Schüssel legen, sollten Sie diese abdecken, um eine Fruchtfliegeninvasion zu vermeiden. Alternativ können Sie auch eine Basilikumpflanze oder ein Schälchen mit Essig, Wasser und einem Tropfen Spülmittel neben die Apfelschale stellen.

Äpfel als Heilmittel 

Warum denn immer gleich in die Apotheke rennen? Der Apfel in seinen verschiedenen Formen ist auch ein unschlagbares Hausmittel.

Hals- und Rachenentzündungen:
1 Glas heißes Wasser mit 1 EL Honig und 1 TL Apfelessig mischen und schluckweiße trinken.

Heiserkeit: Essen Sie einen gebratenen Apfel mit Honig.

Durchfall: Einfach einen rohen, mit der Schale geriebenen Apfel essen.

Zahnreinigung: Dank Fruchtsäuren und Ballaststoffen haben Äpfel einen stark reinigenden Effekt für die Zähne und eignen sich perfekt für die Zahnreinigung zwischendurch.

Aprikosen

Nach ihren Inhaltsstoffen könnte man meinen, die Aprikose sei ein Gemüse. Kein anderes Obst enthält so viel Carotinoide, Mineral- und Ballaststoffe. Hervorzuheben ist der hohe Gehalt an den Mineralstoffen Calcium, Phosphor und Eisen sowie an Vitamin C. Karotin (Provitamin A) enthält die Aprikose mehr als die meisten anderen Früchte.
In erster Linie werden Aprikosen als Frischfrüchte, daneben jedoch als Trockenobst angeboten. Aufgrund der intensiven Säure sind Marillen ideal zur Marmeladeherstellung geeignet, aber auch als Beilage zu Wild, Huhn oder in Currygerichten. Auch das aus dem Aprikosenkern gewonnene wertvolle Öl wird verwendet: zum Kochen, Braten und Backen.
Das Aprikosenkernöl verwendet man aufgrund seines unaufdringlichen Duftes und seiner guten Haltbarkeit gerne als Grundlage für Hautpflegemittel. Wegen seiner Fähigkeit, den Feuchtigkeitshaushalt der Haut zu unterstützen, hilft es besonders der empfindlichen, trockenen, spröden und rissigen Haut. Es macht die Haut weich, strafft das Gewebe und fördert die Zellerneuerung.
Der Samen ist allerdings sehr giftig, da er ca. 8 % blausäureabspaltendes Amygdalin enthält.
Vollreif gepflückte Früchte verfügen über ein ausgezeichnetes Aroma, leider sind sie dann auch sehr verderbanfällig. Zu früh gepflückte Früchte hingegen reifen nicht nach. Sie schmecken fad und entwickeln kein Aroma
Wenn Sie Marillenknödel machen, sollten Sie die Marille entkernen und den Kern durch ein Stück Würfelzucker ersetzen.

Bärlauch

Bärlauch bringt im zeitigen Frühjahr frische Würze in die Küche. Das grasgrüne Kraut bedeckt ab März ganze Waldflächen und ist ein beliebtes Küchenkraut im jungen Jahr.  

Mit seinem typischen Knoblaucharoma gehört Bärlauch für viele zur Frühjahrsküche: frisch aufs Butterbrot gestreut oder schnell unter den Kartoffelsalat gerührt. Die würzigen Blätter verleihen sowohl kalten Gerichten als auch warmen Speisen einen pikanten Geschmack. 

Mit Bärlauch lassen sich tolle Dips oder Aufstriche zaubern, fein geschnitten bringt Bärlauch Aroma in Salate, als Pesto schmeckt das aromatische Kraut zu Nudeln, Frikadellen werden schön würzig, Saucen zu Gemüse frühlingshaft frisch … probieren Sie es einfach aus! Bärlauch sorgt für Würze.

Hungrige Bären Sollen nach ihrem Winterschlaf das gesunde Kraut gegessen haben, um wieder zu Kräften zu kommen – daher der Name.

Als Waldknoblauch, Ramsel, Zigeunerlauch oder Hexenzwiebel ist Bärlauch bei uns auch bekannt. Im Gegensatz zu Knoblauch hinterläßt Bärlauch keine ungeliebten Körpergerüche. Bis Mitte Mai werden die jungen Blätter geerntet. Da sie empfindlich sind, sollten sie rasch verarbeitet werden.  

Möchte man den wildwüchsigen Bärlauch selbst sammeln, muss man vorsichtig sein; er ist leicht mit den giftigen Blättern des Maiglöckchens und der Herbstzeitlosen zu verwechseln. Reibt man an den schlanken Blättern ist der eigenwillige Knoblauchgeruch des Bärlauchs zu erkennen. 

Bärlauch und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Studien haben ebenfalls gezeigt, dass Bärlauch, regelmäßig verzehrt, sich positiv auf unser Herz-Kreislauf-System auswirkt: Er senkt sowohl Blutdruck als auch Cholesterinspiegel und beugt somit einem Herzinfarkt vor. 

Beruhigende Wirkung auf den Magen

Auch im Magen-Darm-Bereich kann Bärlauch punkten: Seine ätherischen Öle regen den Appetit an und außerdem hilft Bärlauch bei Magenkrämpfen, Völlegefühl und Blähungen.  

Gesunde Nährstoffe

Magnesium, Mangan, Eisen oder Vitamin C – auch Mineralstoffe und Vitamine kommen in Bärlauch in größeren Mengen vor. Magnesium stärkt unsere Muskeln, Vitamin C schützt vor Erkältungen und wirkt zudem als Antioxidanz: Es fängt so genannte freie Radikale ab und beugt damit unter anderem der vorzeitigen Alterung vor. Außerdem schützt es unsere Zellen vor Veränderungen und kann so Krankheiten vorbeugen.

Birnen

Wie Apfel und Quitte zählt auch die Birne zum Kernobst und gehört zur Familie der Rosengewächse. Hinsichtlich der Sortenvielfalt kann die Birne mit dem Apfel gut mithalten. Weltweit sind mehr als 2500 Sorten bekannt, im deutschen Anbau sind 25 Sorten bedeutsam. Davon dominieren etwa zehn das Marktangebot.

Es gibt Most- und Tafelbirnen, wobei Ersteren im Handel keine Bedeutung zukommt. Die Sorten unterscheiden sich in Form, Größe und Schalenfarbe, Saftgehalt, Fruchtfleischkonsistenz und natürlich dem Aroma. Des Weiteren teilt man die Sorten, je nach Erntezeitpunkt, in Sommer-, Herbst- und Winterbirnen ein.

Mit Birnen genießt man eine sehr alte, seit Jahrtausenden bekannte Frucht. Den Ursprung der Kulturbirne vermutet man im Kaukasus oder in Anatolien, wo sie sich wohl aus zwei Wildarten entwickelt hat. Vor allem die Römer waren begeisterte Züchter, sie unterschieden bis zu 40 Sorten. In Mitteleuropa war der Anbau vor allem Sache der Klöster. Der französische Sonnenkönig XIV. verhalf der Birne in seiner Residenz in Versailles zu ihrer ersten großen Blüte, wovon heute noch einige Birnenbäume in seinem Garten zeugen. Schließlich machte die Birne hierzulande große Karriere – bis hin zum Einzug in die deutsche Dichtung. Dort stehen sie bei Herrn Ribbeck zu Ribbeck im Havelland...

•    Hoher Ballaststoffgehalt bringt die Verdauung in Schwung.
•    B-Vitamine und Folsäure unterstützen Wachstum und Blutbildung.
•    Hoher Kaliumgehalt sorgt für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt.

Köstliche Küchenideen
Neben den Tafelbirnen, die man direkt vom Baum oder nach einer gewissen Nachreifungsphase verspeisen kann, machen die Kochbirnen Karriere in der Küche. Sie können zu Birnenkompott und Birnensaft, Mus oder Marmelade verarbeitet werden, oft werden sie hierfür mit Äpfeln gemischt. Auch als „Birne Helene“, Beilage zu Wild oder im berühmten Birnen-Bohnen-Speckeintopf versüßen sie den Speiseplan. Die feinen Aromen der Birne schätzt man auch bei der Brandweinherstellung.

Sensible Süßfrüchte
Ohne Äpfel mit Birnen vergleichen zu wollen: Birnen sind die – aufgrund des geringeren Fruchtsäuregehaltes - weitaus süßeren, aber etwas sensibleren Geschwister der Äpfel. Tafelbirnen werden meist genussreif im Handel angeboten. Ihre Lagerfähigkeit ist begrenzt: Sie sind druckempfindlich und entwickeln braune Druckflecken. Gleichzeitig werden sie immer süßer und sollten bald vernascht werden, weil sie sonst überreif werden. 

Brombeere - schwarzblaue Sommerbeere

Die große, runde Brombeere schmeckt süß bis säuerlich. Der schwarzblaue Farbstoff der Brombeere kommt nicht nur in Gelees, als Saft oder in Roter Grütze bestens zur Geltung, sondern ist auch noch äußerst gesund.

Die Brombeere ist mit der Himbeere verwandt und wächst wild bereits seit Tausenden von Jahren auf der nördlichen Erdhalbkugel. Bei uns wird die Brombeere seit etwa 150 Jahren kultiviert.

Von Juli bis September hat die Brombeere Saison. Achten Sie beim Einkauf auf pralle Früchte in trockenen Schälchen. Voll ausgereift besitzt die Brombeere am meisten Aroma.
Als Gelee, Fruchtsaft oder in Roter Grütze kommt das Aroma der Brombeere besonders gut zur Geltung. Die empfindliche Brombeere tauchen Sie zum Säubern nur kurz in stehendes, kaltes Wasser. Trocknen Sie die Brombeere vorsichtig mit etwas Küchenpapier ab.

Im Kühlschrank können Sie die Brombeere 1-2 Tage aufbewahren. Am besten schmeckt die Brombeere aber ganz frisch nach der Ernte. Sie sollten die Brombeere also möglichst umgehend verzehren, einfrieren oder verarbeiten.

Die Brombeere enthält reichlich Vitamine, Mineralstoffe wie Eisen, Calcium und Magnesium sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Der blaue Farbstoff der Brombeere, sogenannte Anthocyane, kann den Blutdruck regulieren und entgiften.

Erdbeeren

Inhaltsstoffe von Erdbeeren:
Schlankmachende Vitamin-C-Bombe

Die aromatischen Früchte sind mit etwa 32 Kilokalorien pro hundert Gramm gut für die schlanke Linie. Hervorzuheben ist ihr hoher Gehalt an Ballaststoffen (Pektinen und Zellulose), welche die Verdauung fördern. Erdbeeren sind auch reich an Vitaminen. Vor allem ihr Vitamin-C-Gehalt ist enorm: Er liegt höher als bei Zitronen und Orangen.
Eine 200 Gramm-Schale deckt bereits den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Auch findet sich in Erdbeeren viel Folsäure, die für Schwangere wichtig ist. Mit ihrem Anteil an Kalzium, Kalium, Eisen, Zink und Kupfer bieten Erdbeeren viele Mineralstoffe. Darüber hinaus enthalten die Früchte Polyphenole. Diese sekundären Pflanzenstoffe sollen helfen, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.

Botanik: 
Die Beere ist in Wirklichkeit eine Nuss

Botanisch gesehen sind Erdbeeren keine Beeren, sondern Scheinfrüchte oder Sammelnussfrüchte mehrjährig blühender Stauden. Die eigentlichen Früchte der Erdbeere sind die kleinen gelben Körner auf der Oberfläche von Fragaria. Sie werden Nüsschen genannt. Die zu der Familie der Rosengewächse gehörenden Früchte wachsen rosettenförmig auf sandigem Boden und mögen gemäßigtes Klima. Das, was wir als Fruchtfleisch essen, ist eigentlich die fleischig verdickte Blütenachse, auf der die Nüsschen aufsitzen. Es handelt sich um das weiße Mark der Blütenachse, das in reifem Zustand die rote Farbe annimmt. Es gibt unzählige Erdbeersorten, die sich hinsichtlich Form, Geschmack, Farbe, Festigkeit des Fruchtfleisches, Reifezeit und Inhaltsstoffen unterscheiden. Im Vergleich zu anderen Obstsorten spielen die verschiedenen Sorten für den Verbraucher aber keine große Rolle und sind oft nicht gekennzeichnet.

Erdbeer-Saison:
Am besten im Frühsommer

Von Mai bis Juli gibt es deutsche Erdbeeren. Sie schmecken meist am besten, weil sie frisch gepflückt keine langen Transportwege zurücklegen müssen. Oft sind sie auch weniger schadstoffbelastet. Von Februar bis Mai sind Früchte aus Spanien und Italien erhältlich. Um die Weihnachtszeit kann man Erdbeeren aus Marokko und Ägypten kaufen. Es lohnt sich aber, auf die heimische Saison im Frühsommer zu warten.

Lagerung:
Sensible Früchtchen

Erdbeeren sind äußerst empfindlich. Bereits ein paar Stunden nach der Ernte beginnen sie, ihr Aroma zu verlieren. Deshalb sollte man sie möglichst sofort verzehren. Ungewaschen und abgedeckt kann man die sensiblen Früchte bis zu zwei Tage im Kühlschrank lagern. Ein flacher Behälter verhindert Druckstellen. Beschädigte Früchte sollten Sie entfernen, sie schimmeln schnell.

Tipps zur Zubereitung von Erdbeeren
Erdbeeren nicht unter fließendem Wasserstrahl säubern, sondern in stehendem Wasser. Stiel und Kelchblätter erst nach dem Waschen entfernen. Am besten schmecken Erdbeeren frisch  – entweder pur oder mit etwas Schlagsahne oder Eis. Auch in Salaten, getrocknet im Müsli oder als Kuchenbelag sind sie beliebt. Erdbeerkonfitüre ist ein Klassiker. Übrigens: Die Farbe der Frucht gibt keine Auskunft über ihr Aroma! Tiefrote Erdbeeren sind nicht immer süßer, hellere Früchte enthalten nicht automatisch mehr Fruchtsäure.

Holunderblüten

Holunder, auch Elderbaum, Holder, Holler genannt, wurde schon von den Germanen als heilig verehrt. Über Jahrhunderte schätzte man ihn als Heilpflanze. Seine Blüten und Früchte nutzt man noch heute als Hausmittel, etwa bei Erkältungskrankheiten. Holunderblütensirup, ein Extrakt aus den gelblich-weißen Blüten, wirkt mit Mineralwasser aufgegossen wunderbar erfrischend. Siehe auch Rezeptidee BaHolü/Juli 2o13 

Johannisbeeren

Die schwarzen Johannisbeeren gelten als die gesundheitlich wertvollsten der 3 Sorten rot, weiß und schwarz. In den letzten Jahren belegen immer mehr Studien das weite Spektrum heilsamer Effekte der bioaktiven Inhaltsstoffe der Johannisbeeren. Sie schützen unsere Zellen vor freien Radikalen, vor schleichenden Entzündungen, Infektionen und der Entwicklung von Krebs. Ganz nebenher schmecken die säuerlichen Johannisbeeren wunderbar, enthalten gut dreimal so viel Vitamin C wie Orangen, ansehnliche Mengen vom schützenden Beta-Carotin und Vitamine der B-Gruppe, viel Eisen sowie etwas Calcium.

Beim Mineralstoff Kalium sind Johannisbeeren Spitze. Sie liefern etwa doppelt so viel wie Äpfel und Erdbeeren. Kalium bewirkt das Gegenteil vom Kochsalz – schwemmt Wasser aus; eine ausreichende Kaliumzufuhr wirkt daher blutdrucksenkend. Ebenfalls vorhanden: reichlich Ballaststoffe, die helfen, den Blutfettspiegel zu regulieren.

Reiner Johannisbeersaft und Tee aus den Blättern gelten in der Volksmedizin als hilfreich bei rheumatischen Schmerzen, Gicht und Gelenkentzündungen, denn die Beeren enthalten gefäßschützende und antibakteriell wirkende Substanzen. Rote und weiße Johannisbeeren sind durch ihren Gehalt an Gerbstoffen gut gegen Zahnfleischentzündungen und regulieren durch ihren hohen Gehalt an Ballaststoffen den Appetit.

Johannisbeeren: Gut zu wissen

Unreife Johannisbeeren können durch scharfe Säure die Mund- und Magenschleimhäute angreifen; die Säuren werden erst durch das Reifen abgebaut. Bei empfindlichen Menschen rumoren die Beeren bei der Verdauung kräftig im Darm; mancher bekommt Blähungen und sogar Durchfälle, wenn er größere Mengen Johannisbeeren auf einmal isst.
Genießen Sie alle Sorten Johannisbeeren in der Saison im Sommer (von Juni bis August) so oft wie möglich frisch. Wer einen empfindlichen Darm hat, kann die rohen Beeren mit dem Schneidstab zerkleinern und durch ein Sieb rühren. Dabei geht zwar ein Teil der Ballaststoffe verloren, aber die wertvollen löslichen bleiben erhalten. Menschen, die zu Nierensteinen neigen, meiden unreife Johannisbeeren besser. Für salzempfindliche Menschen mit zu hohem Blutdruck sind Johannisbeeren wegen des hohen Kaliumgehalts günstig und sollten möglichst oft gegessen werden.

"KERN" - Kompetenz

Trockenfrüchte und Nüsse sind jetzt besonders aktuell! Sie sind gesund, lecker und machen zudem auch noch glücklich – probieren Sie es aus!

Haselnüsse:
Ob knackig in  Schokolade gehüllt, gemahlen in Kuchen, Müsli u nd/oder Gebäck – sie  sind vielseitig und das ganze Jahr einsetzbar.

Walnüsse:
Ihr leicht bitteres Aroma macht sich gut in Gebäck. Köstlich auch zu Äpfeln und Birnen oder in Pasta-Kreationen.

Cashewkerne:
Sie fördern die Produktion des Glückshormons Serotonin und geben süßen wie herzhaften Gerichten Biss.

Mandeln:
Ob ganz, als Mehl, Milch, gebrannte Mandeln oder in Marzipan: ein Genuss in jeder Form.

Macadamianüsse:
Sie stammen aus Australien und sind wegen ihres feinen buttrigen Geschmacks als knackiger Snack wie auch zum Backen gefragt.

Erdnüsse:
Die leckeren Snacks sind botanisch betrachtet keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte. In Asien ist vor allem Erdnussöl, in den USA Erdnussbutter beliebt. In Deutschland ein beliebter Knabberspass: gesalzene Erdnüsse. 

Paranüsse:
Sie wachsen in Brasilien und nur wild auf bis zu 6o Meter hohen Regenwaldbäumen. Ihr mildes, leicht süßliches Aroma erinnert an das von Mandeln. 

Pinienkerne:
Sind vielseitig einsetzbar und erfreuen sich in der Küche, seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Man kann sie über einen Salat streuen, Soßen mit Pinienkernen verfeinern oder sie rösten und zum garnieren und der Dekoration des Tellers einsetzen. Auch als Backzutat möchten wie Pinienkerne nicht mehr missen. Die Vielfalt bei der Anwendung von Pinienkerne, sind keine Grenzen gesetzt.

Datteln:
Längst haben sie den Siegeszug aus dem Orient in unsere Küche angetreten. Nahrhaft, sättigend und voller Vitamine – dazu noch einfach nur köstlich!

Kirschen

dass Kirschen vitamin- und mineralstoffreich sind, entwässernd wirken und den Muskelkater mildern, weiß man schon länger. Eine neue Studie der Boston University zeigt: der Verzehr von Kirschen senkt den Harnsäurespiegel im Blut und hemmt Entzündungen.  Davon könnten Gichtpatienten profitieren. In jedem Fall beim Einkauf auf pralle, grüne Stile achten. Das ist ein Zeichen für Frische.  

Kiwis

Sind die Beerenfrüchte einer chinesischen Kletterpflanze. Für ihren heutigen Namen stand der kleine, braune Kiwi-Vogel aus Neuseeland Pate. Am besten schmecken die Früchte, wenn ihre Schale auf leichten Fingerdruck nachgibt. In der Landbäckerei Baader erhalten Sie selbsthergestellte Kiwi-Fruchtaufstriche in unterschiedlichen Variationen.

Kürbis

fast vergessen & neu entdeckt 

Herkunft und Sorten 
Der Kürbis zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Erde und stammt aus Mittel- bzw. Südamerika. Von dort gelangte er nach Europa – sein Anbau auf dem europäischen Kontinent wird erstmals im 16. Jahrhundert beschrieben. Botanisch gesehen ist der Kürbis eine Beerenfrucht. Je nach Sorte kann ein Kürbis bis zu über einem Meter im Durchmesser groß werden und bis 500 kg schwer. Unter der ungenießbaren derben Schale liegt das weiche, saftig-zarte, orange-rote Fruchtfleisch mit Kernen. In Deutschland dient er nicht nur als Grimassen-Laterne zu Halloween, sondern ist auch als Gemüse beliebt.

Inhaltsstoffe und Nährwerte 
Mit nur 25 Kalorien pro 100 Gramm und einem Wassergehalt von 90 % sind Kürbisse kalorienarm und der schlanken Linie zuträglich. Kürbis versorgt den Körper mit dem Mineralstoff Kalium, das für eine normale Muskelfunktion sowie für die Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks wichtig ist, und mit Vitamin C, das unter anderem die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln erhöht. Doch es finden sich noch weitere Gesundheitsschützer im Fruchtfleisch der Speisekürbisse. Beta-Carotin etwa, das im Körper zu Vitamin A umgebaut werden kann. Vitamin A ist wichtig für die Sehkraft und für den Schutz der Haut und Schleimhäute.

Lagerung 
Winter-Kürbisse lassen sich sehr gut lagern, wenn sie noch nicht ausgereift sind, einen Stiel besitzen und ihre Schale unverletzt ist. Ihre volle Reife erreichen sie, wenn sie etwa zwei Wochen, bei ca. 15 bis 20 Grad, gelagert werden. Einen reifen Kürbis erkennt man leicht am hohlen Ton beim Klopfen auf die Schale. Ist der Kürbis reif, liegt die optimale Lagertemperatur bei 10 bis 13 Grad. Unter diesen Bedingungen können Kürbisse über einige Monate bis ins Frühjahr hinein aufbewahrt werden. Speisekürbisse, die eine Zeit lang zur Dekoration dienten, können danach noch in der Küche verarbeitet werden. Dann sollten diese Kürbisse jedoch während der Dekoration keinem Frost ausgesetzt werden. Ansonsten könnte das Fruchtfleisch zu faulen beginnen. Das Fruchtfleisch von ausgehöhlten Kürbissen lässt sich auch gut einfrieren. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten: Entweder geraspelt, als gekochtes Kürbismus oder in kleinen Stückchen, die kurz vor dem Einfrieren ca. zwei Minuten blanchiert und dann bei Bedarf unaufgetaut gedünstet werden.

Zubereitung 
Der Kürbis ist ein „Alleskönner“: Man kann ihn braten, grillen, dünsten, überbacken, kochen oder einlegen. Er schmeckt gut als Beilage zu Fleisch und Geflügel. Weitere schmackhafte Verwendungsmöglichkeiten sind z. B. Kürbissuppen, Kürbisgemüse, Eintopf, Auflauf, Kompott und Kürbisbrot. Da Kürbis ein recht dezentes Aroma besitzt, lässt er sich sowohl mit kräftigen Gewürzen pikant zubereiten, als auch mit Beigabe von Zucker oder Likör als süße Variation genießen.

Kürbis & mehr

Kochtipps:
Kürbis vierteln, immer schälen (mit Ausnahme weniger Sorten), Kerne entfernen und danach extra verarbeiten (rösten). Nun den Kürbis wie eine Kartoffel weiter verbreiten. Er entfaltet erst sein Aroma beim Kochen, Braten, Backen od. in Butter gedünstet. Jedoch wegen seines minimalen Eigenaromas solltest Du bei der Zubereitung möglichst pikant würzen! 

Roh verzehren (Rohkost) könnte man generell jeden Speisekürbis! Jedoch am besten entscheidet man selbst, welcher Kürbis einem auch roh wirklich mundet, in dem man beim Aufschneiden von unbekannten Sorten immer ein kleines Stück des Kürbis roh probiert, denn alle Kürbisse sind im Prinzip roh essbar, aber nicht unbedingt sehr schmackhaft!

Passende Gewürze:
Kürbisse kann man süß oder salzig zubereiten...
Ingwer, Zimt, Nelken, Curry, Paprikapulver, Kardamom, Zitronen- u Obstessig, Zitronen- od. Orangensaft, Cayenne-Pfeffer, Salz&Pfeffer. - Aber auch Zwiebel, Knoblauch, Paprika und Kräuter wie Minze, Majoran und Basilikum.

Kürbis als Beilage zu:
Wild- u Schweinefleisch, süß-sauer eingelegter Kürbis zu Rinderfilets. Kürbiskompotte zu süßem od. pikanten Gerichten. Kürbissuppen als Vorspeise. 

Aufbewahrung:
Von großen Kürbissen erst das benötigte Stück heraus schneiden, dann schälen. Restlichen Kürbis zugedeckt oder in Folie eingewickelt im Kühlschrank aufbewahren und binnen 1 Woche verbrauchen.

Lagerung:
Mit vollkommener geschlossener Außenschale (unverletzt) lässt sich der Kürbis je nach Sorte kühl u. trocken 1-6 Monate lagern. 

Gelber Zentner, Hokaido, Muskatkürbis und Bischofsmütze sind Winterkürbisse: Man erntet sie ausgereift im Herbst und kann sie dank ihrer harten Schale und dem festen Fruchtfleisch den Winter über (6 Monate) lagern - am besten auf Holzrosten im ca. 10°C kühlen, dunklen Keller.

Melonen

Manchmal unglaublich saftig, manchmal honigsüß, aber immer super – lecker! Melonen sind ein Gemüse und gehören wie Gurken zur Familie der Kürbisgewächse. 

Wassermelonen sind die größten Exemplare, auch was ihren Wassergehalt angeht: sie bestehen zu 95% aus Wasser und enthalten dadurch kaum  Nähr- oder Mineralstoffe. Das Fruchtfleisch ist meist intensiv rot gefärbt und von gelblichen bis schwarzen kernen durchsetzt.  Eine Überraschung kann man erleben, wenn man eine Ananasmelone aufschneidet: ihr Fruchtfleisch ist gelb gefärbt. Wassermelonen sind der ideale Durstlöscher an heißen Tagen.  

Zuckermelonen sind weitläufige Verwandte der Wassermelonen, näher mit der Gurke verwandt. Optisch kann man sie leicht unterscheiden: die Kerne liegen wie bei der Gurke in einem Hohlraum in der Mitte der Früchte und können mit einem Löffel leicht entfernt werden. Sie haben einen geringeren Wassergehalt, dafür aber bis zu 1o% Zucker, was sich mit etwa 55 kcal pro 1oo g Fruchtfleisch niederschlägt, etwa doppelt so viel wie bei der Wassermelone. Zuckermelonen, die nur in warmen Gegenden wachsen, können unterteilt werden in drei Gruppen: Honigmelonen, Netzmelonen und Cantaloupemelonen. 

Die Honig- oder Wintermelonen besitzen eine glatte Haut, sowie festes und süßes, aber trotzdem saftiges Fruchtfleisch.  
Netzmelonen mit ihrer korkigen Schale sind relativ lange haltbar. Die bekannteste dürfte die Galiamelone sein. 
Die Cantaloupemelone, auch Warzenmelone genannt, ist süß und duftend, aber meist nicht sehr lange haltbar. Ihre Schale ist von tiefen Furchen durchzogen. Charentais und Ogen sind süße Beispiele.

Orangen & Kiwis

Vitamine – Abwehrkräfte die uns stärken  

Wenn das heimische Obst rar wird, sind Exoten und Zitrusfrüchte bei uns besonders beliebt. Die bekanntesten Vertreter sind Orangen, Mandarinen, Zitronen, Grapefruits und Kiwis. Sie sorgen nicht nur kulinarisch für Abwechslung und Vielfalt, sondern sind wahre Vitamin-C-Bomben. Gerade in der nasskalten Jahreszeit leisten die saftigen Früchte so einen wichtigen Beitrag für unser Immunsystem.

Kleine exotische Warenkunde 

Exotisch im weitesten Sinne sind alle Früchte, die in unserem rauhen Klima nicht "gewachsen" sind. Viele von ihnen haben für uns allerdings den Hauch der Exotik längst verloren. Zitrusfrüchte wie Orangen, Zitronen, Mandarinen und Grapefruits sind inzwischen für uns Alltagskost. Auch mit Ananas, Banane, Dattel oder Feige sind wir schon lange vertraut. Weitaus weniger bekannt sind uns Kumquats, die gelb-orangenen "Minis" unter den Zitrusfrüchten. Kennen Sie Nashi, Pitahayas oder Rambuton? Nashis sehen aus wie Äpfel, schmecken aber nach Birnen. Pitahayas sind eiförmig und haben Warzen. Die aromatischen Früchte gibt es in gelb oder rot, ihr Geschmack ist erfrischend – mit einem Hauch von Stachelbeere. Rambutans sehen mit ihren langen Haaren auf der Schale aus wie Kletten und erinnern vom Geschmack her an Weintrauben. 

Fitmacher an trüben Wintertagen

Zitrusfrüchte und Exoten enthalten reichlich Vitamin C. Vitamin C ist wichtig für das Immunsystem und trägt dazu bei, die Zellen vor sogenanntem oxidativem Stress zu schützen. Seien Sie also gerade in Zeiten erhöhter Infektionsanfälligkeit ausreichend mit Vitamin C versorgt. Um die empfohlene Tageszufuhr in Höhe von 100 mg zu decken, reichen schon eine Grapefruit oder zwei kleine Orangen aus. Über den Vitamin-C-Gehalt einzelner Früchte informiert Sie die Tabelle.

Für den Extra-Vitamin-C-Kick 

Wer sein Immunsystem fit machen möchte, sollte deshalb regelmäßig zu Zitrusfrüchten und Exoten greifen. Denn die sind – zumindest in der kühlen Jahreszeit – die besten Vitamin-C-Spender. Und noch eine gute Nachricht: Kalorien mäßig treten diese Früchte eher bescheiden auf. 42 kcal pro 100 g bei Orangen und 46 kcal bei Mandarinen machen sie zu einer idealen Zwischenmahlzeit für figurbewusste Genießer. Wer Appetit auf mehr hat, muss sich also nicht bremsen.

Pfirsich: saftiges Fruchtfleisch unter einer samtigen Schale

Jedes Jahr freuen wir uns auf den saftigen Genuss, wenn der Pfirsich wieder Saison hat. Die samtig behaarte Frucht schmeckt in süßen und herzhaften Gerichten und lässt sich auf viele Arten zubereiten. 

PFIRSICH: HERKUNFT UND SORTEN 
Der etwa apfelgroße Pfirsich enthält würzig-aromatisches Fruchtfleisch und einen harten Stein, der den ölhaltigen, genießbaren Samen umschließt. Der Pfirsich ist die Steinfrucht eines kultivierten Baumes, der heute in allen gemäßigten Zonen gedeiht. Die Früchte variieren stark in Farbe und Größe. Der gelbfleischige Pfirsich ist sehr beliebt, obwohl der weißfleischige geschmackvoller ist. Außerdem gibt es noch den Weinbergpfirsich, der auch unter dem Namen Blutpfirsich bekannt ist. Dieser hat ein stark rot marmoriertes Fruchtfleisch, obwohl die Sorte eigentlich weißfleischig ist. Die Früchte des Blutpfirsich sind sehr aromatisch und relativ teuer. Sorten, die sich schwer vom Stein lösen, werden auch Härtlinge genannt. Diese erhalten beim Erhitzen gut die Form und sind so zum Einkochen wie auch für pikante Gerichte oder Desserts gut geeignet. Alle Pfirsichsorten haben ein sehr saftiges Fleisch. Der so genannte Pelzpfirsich ist der klassische Pfirsich, der samtig behaart ist. Bei einigen Sorten lässt sich der Kern leicht vom Fruchtfleisch lösen. Sorten, die nicht steinlösend sind nennt man Härtling. Für Kenner reifen die allerfeinsten Sorten des Pfirsich in Frankreich. Die Nektarine ist eine Züchtung des Pfirsich mit ebenso saftig aromatischem Fruchtfleisch, aber einer glatt-glänzenden Schale. 

Rhabarber: Obst oder Gemüse?

Der rot-grüne Rhabarber stand schon bei Oma und Opa hoch im Kurs und gewinnt seit einigen Jahren immer mehr junge Fans. Durch den saurig-fruchtigen Geschmack werden Kuchen, Kompott und Marmelade veredelt. Obwohl Rhabarber meist wie  Obst zubereitet wird, ist er ein Gemüse. Er gehört zu den Knöterichgewächsen und ist mit dem Sauerampfer verwandt. Rhabarber ist kalorienarm, hat nur etwa 13 kcal pro 1oo g, enthält reichlich Mineralstoffe wie Kalium, Eisen und Magnesium, Vitamin C sowie Ballaststoffe. Fruchtsäure wie Apfel-, Zitronen- oder Oxalsäure bewirken seinen fruchtig-sauren Geschmack. Oxalsäure ist auch für das pelzige Gefühl auf den Zähnen verantwortlich, wenn Sie Rhabarber gegessen haben. Um des Oxalsäuregehalt zu verringern, sollten Sie Rhabarber nur geschält und gegart genießen. 

Leckere Kombination: Süßes und Saures

Aus Rhabarber können Sie Kompott, Konfitüre, Kuchen und andere leckere Süßspeisen zubereiten. Das fruchtig-saure Aroma passt auch zu Mehlspeisen und Vanillepudding. Manche Köche verwenden das Gemüse sogar zu Fleischgerichten. 

TROCKENFRÜCHTE sind kleine „KRAFT“ Pakete

Trockenfrüchte bieten eine willkommene und gesunde Alternative zu Chips oder sonstigen Knabbereien. Sie überzeugen nicht nur mit einem deutlich geringeren Fettanteil, sondern sind durch erhaltene Vitamine auch noch gesund. Trockenobst ist lecker und voller Nährstoffe – ideal als gesunde Nascherei oder süße Zutat.

Pflaumen

Die Back- oder Trockenfrüchte sind sehr ballaltstoffreich und machen sich nicht nur gut in deftigen Eintöpfen oder Schmorgerichten. Ihre Süße passt auch in pikante Chutneys, zu kurz gebratenem Fleisch (besonders Wild), Fisch und würzigem Käse.

Tipp: Backpflaumen mit Speck ummanteln und in der Pfanne knusprig braten – einfach köstlich.


Aprikosen

Als Füllung in Braten, in Saucen, Salaten oder im Kuchen: Das getrocknete Steinobst ist sehr vielseitig einsetzbar. Es stammt meist aus der Osttürkei und enthält viel Provitamin A, Kalium, Kalzium, Phosphor und Eisen.

Tipp: Schwefel verhindert bei Trockenaprikosen die Bildung von Schimmel und Bakterien.
          Wer ungeschwefelte bevorzugt, findet auch diese im Supermarkt – sie haben einen
          bräunlichen Farbton.   


Feigen

Sie gehören zu den ältesten Früchten der Welt: Feigen enthalten getrocknet das Dreieinhalbfache an Kalzium im Vergleich zu den frischen Früchten. Ihre Süße harmoniert sehr gut mit herzhaften Gerichten und schmeckt außerdem in Gebäck, Milchspeisen, Eiscreme oder Müsli.

Tipp: Probieren Sie doch mal Feigenpüree zum Süßen und abrunden von Saucen. Dafür Trockenfeigen in Stückchen schneiden, mit etwas Wasser cremig pürieren und das Gericht damit abschmecken. 


Cranberrys

Süß und leicht säuerlich schmecken die kleinen schrumpeligen Beeren, deren Heimat Nordamerika ist. Die enthalten neben vielen Vitaminen auch wertvolle Antioxidantien und passen ins Müsli oder in den Joghurt genauso gut wie in Salate, Saucen und Kuchenteige.

Tipp: Legt man die Beeren 15 Minuten in Apfelsaft oder Wasser ein, haben sie nach dem Backen eine saftigere Konsistenz.


Kokos

Eine echte Superfrucht, denn die Kokosnuss gehört zu den sogenannten vollständigen Lebensmitteln. Das heißt: in ihr stecken so viele ausgewogene Inhaltsstoffe, dass man sich von ihr wochenlang ernähren könnte, ohne körperliche Mangelerscheinungen zu bekommen. 

Tipp: das getrocknete Fruchtfleisch sieht sehr dekorativ aus, z.B. als Verzierung von Torten, für Desserts oder als Topping für exotische Gerichte.


Äpfel

Apfelringe sind eine rundum gesunde Nascherei: Nur 75 Gramm der getrockneten Äpfel täglich bewirken schon nach einem halben Jahr einen bemerkenswert positiven Effekt auf die Blutfettwerte und schützen damit die Gesundheit von Herz und Kreislauf. Außerdem machen sie satt, weil sie viel Pektin enthalten – dieser Ballaststoff fördert die Verdauung. Getrocknete Apfelringe enthalten sehr viel Vitamine und Mineralien – und das hoch konzentriert. Insbesondere Vitamin C, Vitamin A und Kalzium sowie Kalium.


Melone

Melonen, speziell Zuckermelonen mit ihrem grünen oder gelblichen Fruchtfleisch, enthalten auch nach der Trocknung ihre Reichheit an Vitamin A, Vitamin C und Lycopin. Je gelblicher die Melone ist, desto reicher ist sie zudem an Beta Karotin.

Zwiebel - scharf und gesund

Zwiebeln gehören weltweit zu einer der beliebtesten Gemüsesorten. Ihre Schärfe, ihr Aroma, ihre Vielseitigkeit, ihre einfache Kultivierung und ihre gute Lagerfähigkeit machen aus der Zwiebel ein wertvolles Lebensmittel. ROTE Zwiebeln bieten dabei weit mehr gesundheitliche Vorteile als gelbe oder weisse Sorten. Sie sind reich an Antioxidantien, unterstützen den Körper bei der Krebsprophylaxe, schützen vor Diabetes, verdünnen das Blut, fördern die Gewichtsreduktion und bekämpfen Entzündungen.

Die Zwiebel: für Genuss und Gesundheit

Zwiebeln schmecken immer – ob gedünstet, gebraten, gegrillt, gebacken oder roh. Sie passen in fast alle Gerichte (wenn diese nicht gerade süss sind) und haben die genannten vielfältigen höchst positiven Auswirkungen auf den menschlichen Organismus – ganz besonders die roten Zwiebeln.

Zwiebeln richtig lagern

Zwiebeln sollten an einem kühlen, trockenen Ort mit guter Belüftung aufbewahrt werden, etwa in einem Leinensäckchen oder einem speziellen Tontopf für Zwiebeln. Bis sie verwendet werden, sollten Zwiebeln nicht im Kühlschrank oder in einer Plastiktüte gelagert werden.

Dadurch verderben die Zwiebeln schneller. Wenn die Zwiebeln einmal angeschnitten sind, werden sie am besten im Kühlschrank aufbewahrt. Dazu legt man sie mit der Schnittfläche nach unten in ein Porzellangefäss. Verwenden Sie keine Zwiebeln mehr, die feucht, weich oder verletzt sind oder die dunkle oder womöglich schimmelbefallene Stellen zeigen.

Die Zwiebel als Hausmittel

Zwiebeln sind gesund, denn sie enthalten viele Vitamine, Mineralien und ätherische Öle. Doch besonders die schwefel- und sulfidhaltigen Substanzen machen die Zwiebel zu einem wahren Wundermittel, das uns vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gefäßverengung und sogar vor Krebs schützen soll. Zwiebeln lindern Husten, wirken verdauungsfördernd, blutreinigend und stoppen angeblich sogar Haarausfall. Darüber hinaus bildet sich beim Zerkleinern der Zwiebel der Inhaltsstoff Allicin, dem eine antibiotische und desinfizierende Wirkung nachgesagt wird, der uns aber auch zum Weinen bringen kann. Gegen unzählige Leiden ist die Zwiebel eine preiswerte Hausapotheke, wenn man den beißenden Geruch in Kauf nimmt

Hier noch ein Rezept für den Zwiebel-Sirup, der eine hervorragende Wirkung bei Husten hat und auch für Kinder gut geeignet ist: 1 ganze Zwiebel wird fein hacken und mit 3 Esslöffeln Zucker vermischen. Dann mit 1/8 Liter Wasser dazu geben und das Gemisch einige Minuten vorsichtig köcheln lassen. Den Sud einige Stunden stehen lassen und dann durch ein Tuch oder einen Stoff-Teebeutel auspressen, so dass der restliche Zwiebelsaft in den Sirup gelangt.
 Von diesem Sirup Saft 3 - 5mal tägl. 1 bis 2 Teelöffel einnehmen

 Sorten:
 

 Braune Zwiebeln: Die preiswerten Alleskönner. Zeigen pikant-scharfes Aroma vor allem beim Dünsten und Schmoren, jung auch fein gehobelt im Salat. Werden gern mit Fleisch und kräftigem Gemüse kombiniert.
 
 Weiße Zwiebeln: Die Milden. Lassen sich gut füllen, grillen oder schmoren. Schmecken fein geschnitten auch im Salat. 
 
 Rote Zwiebeln:
 Die Aromatischen. Sie stammen meist aus Italien, frisch und roh geben sie Salaten, Marinaden oder Broten eine mild-würzige, leicht süßliche Note. Gut auch fein gewürfelt über warmen Gerichten.
 
 Frühlingszwiebeln
: Die Jungen. Haben eine kleine weiße Knolle und Grün, das mitverwendet werden darf. Werden auch oft Lauchzwiebeln genannt – passt aber eher nur zu denen ohne Knolle, die dünnen Lauchstangen ähneln. Roh für Salate, Quark, Dips und Dressings, auch zum Wokken oder Ansetzen von Gerichten, für die Zwiebeln zu grob sind.
 
 Cipollini und andere: Die Kleinen. Meist italienische Zwiebel-Verwandte im Miniformat. Werden vor allem in Wein oder Essig eingelegt. Flacher und im Aroma dezenter als Schalotten.

Glück kennt keine Behinderung

Ausstellung in der Kirchstraße

Laugenblicke